KinoDynamique 2010


Internationale Filmschaffende produzierten Kurzfilme in 60 Stunden
Internationale Nachwuchs-Filmschaffende aus mehr als 20 Ländern trafen sich Mitte Mai in Wien, um Kurzfilme zu produzieren und projizieren. Thematische Vorgaben gab es keine, einzig das Zeitkriterium muss eingehalten werden. Denn mit dem Produktionsmeeting begann die Uhr zu ticken: 60 Stunden Zeit für Konzeption, Dreh, Schnitt und Vertonung bis zur Vorführung der Kurzfilme im Wiener Filmcasino.
Veranstalter des 6. Internationalen KinoDynamique war der Verein kino5 – Plattform für unabhängige Filmschaffende. Die Gruppe junger Filmbegeisterter ist seit 2004 aktiv und Teil der internationalen “Kino”-Bewegung für no-budget Filmproduktionen mit Ursprung in Montreál / Kanada. Dementsprechend international sind auch die Teilnehmenden bei KinoDynamique, die Veranstalter zählten 130 Aktive aus 20 verschiedenen Ländern.
Im Unterschied zu ähnlichen Filmproduktions-Events steht bei KinoDynamique das gemeinsame Arbeiten im Vordergrund. Die rund 40 Regisseure konnten in einer der drei 60-Stunden Sessions ihre Filmidee verwirklichen und dabei auf die Unterstützung der anderen Teilnehmenden zählen. In den beiden anderen Sessions halfen sie bei der Verwirklichung anderer Kurzfilme mit. Die Teams bildeten sich spontan beim gemeinsamen Produktionsmeeting im sogenannten “Kinolab”, in dem auch die Computer für Schnitt und Post-Produktion, sowie ein Tonstudio für die Nachvertonung der Kurzfilme eingerichtet wurden.
Unterstützt wurde KinoDynamique von der Stadt Wien (MA7: Wien Kultur und MA13: Jugend und Bildung) und dem Außenministerium. Letzteres ermöglichte die teilweise Erstattung der Reisekosten für Filmschaffende aus Osteuropa. Als weitere Partner fungierten die israelische Botschaft in Wien, Tools at Work, Canon, Sachtler, Dangl, Dopplinger, Flott und das Wiener Medienzentrum. Eine Auswahl der bei KinoDynamique produzierten Kurzfilme wurde beim Kurzfilmfestival Vienna Independent Shorts gezeigt.